Blue Mountains
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Blue Mountains

Raus aus der Stadt und rein ins Outdoor-Vergnügen

Die Blue Mountains sechzig Kilometer westlich von Sydney sind ein beliebtes Ziel für alle, die der Metropole für vierundzwanzig Stunden oder ein ganzes Wochenende den Rücken kehren wollen. In Glenbrook, Wentworth Falls, Leura, Katoomba und Blackheath gibt es ein großes Angebot an Wanderwegen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. In den Blue Mountains fühlen sich Profibergsteiger, aber auch gemütliche Spaziergänger ziemlich wohl.

Die meisten Touristen kommen zuerst zum Echo Point in Katoomba, um die berühmten Three Sisters, eine sagenhaft, schöne Steinformation zu bewundern. Der Legende nach wurden einst drei Schwestern von einem Zauberer in Stein verwandelt, um sie vor den Annäherungsversuchen drei junger Männer zu beschützen. Doch ehe er sie zurückverwandeln konnte, starb der Zauberer. Die Geschichte bezaubert jeden Besucher, der sich die Three Sisters aus der Ferne ansieht.

 
 

Rund um den Echo Point starten zahlreiche Wanderwege, die großteils ins Jamison Valley führen. Ein beliebter, längerer Track ist der Federal Pass, der an sämtlichen Highlights der Region vorbeiführt. Bei der Begehung kommen Wanderer zuerst direkt an den Three Sisters vorbei. Der Weg führt sogar direkt auf eine der drei Steinformationen und Besucher können sich auf einer Bank im Inneren des gigantischen Steines niederlassen. Das Klettern und Abseilen auf den Three Sisters ist jedoch verboten.

Danach führt der steile Weg hinunter ins Tal, das an den meisten Tagen morgens mit einer blauen Nebelwolke überzogen ist. Daher kommt auch der Name der Region Blue Mountains. Im Regenwald nimmt man viele exotische Geräusche wahr und fühlt sich wie in einem richtigen Dschungel. Die Laute kommen von den vielen Papageien und einem anderen seltsamen, rebhuhnartigem Vogel, der den Boden nach Nahrung durchforstet und dabei laut pfeift. Bei solchen Erlebnissen überkommt einen ein großartiges Gefühl der Zufriedenheit.

 
 

Anschließend führt der Federal Pass an den wunderschönen Katoomba Wasserfällen vorbei. Bei verschiedenen Aussichtsplattformen können Besucher außerdem den weitschweifenden Blick ins Tal und zu den Three Sisters in der Ferne genießen. Die ganze Wanderung dauert zirka zwei bis drei Stunden. Wer weniger Zeit zur Verfügung hat, kann einen der kürzeren Tracks wählen oder die Gegend mit der Scenic Railway (Zug) oder aus dem Scenic Cablecar (Seilbahn) erkunden.

Die Scenic World wurde für Besucher der Blue Mountains geschaffen, die sich die Gegend lieber aus luftiger Höhe oder aus dem Zugfenster anschauen möchten. Die Tour mit Zug und Seilbahn ist jedoch nur bei Schönwetter empfehlenswert, da man für den stolzen Preis von 28 Dollar pro Person sonst wenig geboten bekommt. Generell sollten Reisende, die vorhaben in die Berge zu fahren, immer vor dem Abenteuer den Wetterbericht beachten. In den Blue Mountains ist es meist um fünf bis zehn Grad kälter als an der Küste.

 
 

Wer von Walking Tracks nicht genug bekommt, hat in den Blue Mountains neben dem Federal Pass noch weitere, sehenswerte Wanderwege zur Verfügung. In Wenthworth Falls befinden sich der Wentworth Pass und der National Pass, die beide als sehr empfehlenswert für erfahrene Wanderer gelten. Die Wanderwege starten beide an der Conservation Hut des Wenthworth Falls Nationalpark und führen über steile und teils rutschige Kletterwege ins grüne Tal hinab. Unten befinden sich zahlreiche, sehenswerte Wasserfälle, die von exotischen Regenwäldern eingesäumt sind.

Jedoch gibt es in Wenthworth Falls auch einige leichtere Walking Tracks. Für einen Spaziergang eignet sich außerdem die Gegend rund um den Wenthworth Falls Lake, der sich auf der anderen Seite des Great Western Highways befindet. Der idyllische See ist ein Naturparadies und Lebensraum von Wasservögeln wie Enten und Gänsen. Die Wiesen rundherum eignen sich perfekt für ein Picknick im Grünen. Nebenbei gibt es außerdem Barbecueplätze, wo sich Besucher günstig ein eigenes Mahl zubereiten können.

 
 

Wanderfreunde können nach der Erkundung der Wege in Katoomba und Wenthworth Falls noch nach Blackheath, Leura oder Glenbrook fahren. In Blackheath starten einige Tracks ins Grose Valley, die mehrere Tage in Anspruch nehmen. Als spektakulärer, eintägiger Trip gilt der Grand Canyon Walk. Außerdem gibt es in Blackheath einige fabelhafte Aussichtspunkte wie zum Beispiel den Govett’s Leap und Evan’s Lookout. Da Blackheath weiter im Inneren des Blue Mountains liegt, trifft man hier bei Wanderungen auf weniger Gleichgesinnte.

Die Höhen Glenbrooks bieten Besuchern nicht nur fantastische Ausblicke auf die Stadt Sydney, es gibt außerdem die Möglichkeit zu einer interessanten Aboriginesstätte zu wandern. Die Red Hands Cave liegt sieben Kilometer vom Startpunkt im Glenbrook Nationalpark entfernt und zeigt, wie der Name schon sagt, jahrhundertealte Handabdrücke an seinen Wänden. In der Nähe von Glenbrook befindet sich außerdem ein Outlet der Firma ‚Blue Mountains Ugg Boots’. Hier können Besucher neben kuscheligen Schuhen auch Kängurufelle kaufen.

In den netten Städtchen der Blue Mountains lässt es sich fabelhaft essen und einkaufen. Vor allem Katoomba hat ein großes Angebot an Restaurants und netten, altmodischen Geschäften. In den Antiquitäten- und Bücherläden könnte man Stunden verbringen. Die Preise sind außerdem um einiges niedriger, als in Sydney. Eine Portion Fish & Chips gibt es hier schon um sieben Dollar. Wer gerne länger als einen Tag in den Blue Mountains bleiben möchte, sollte in eines der günstigen Hostels in Katoomba einchecken.